push through the rain and into the fire

Es sind immer die Erinnerungen, die dir den Rest geben. Erinnerungen an die gute Zeit…

Alles war gut. Ich war glücklich, wie immer. Und dann kommst du daher mit deiner leichten Art, mit der du tausend Freundschaften schließt. Plötzlich komm ich mir wieder so komisch vor. Vielleicht hab ich ja den Punkt verpasst, an dem alle anfangen, sich mit jedem zu verstehen und riesige Freundschaftskreise zu haben.

8/2011

Doch was soll man schon mit jemandem reden, mit dem nicht mindestens einmal in der Woche was handfestes zu tun hat? Smalltalk? Davon soll eine Freundschaft leben können? Verdammt, es ist schwer. Es ist schwer, eine goldene Freundschaft am glänzen zu behalten, wenn das Puliertuch in Form von Zeit und Raum fehlt. Genauso schwer ist es, so dicke Schichten bis zum Glanz zu entfernen. Es ist nicht einfach, wieder dorthin zurückzugelangen, wo man einmal wirklich wichtig war, wenn es auch nur kurzzeitig nicht mehr so gewesen ist…

1/2011

und dann hast du mein gesicht in die hände genommen. mir so tief in die augen gesehen. gesagt, dass ich dir versprochen hab, dich immer zurückzuküssen. und wie könnt ich mich schon wehren, wenn ich das jemals nicht getan hab, dann hat sich mir dabei jedes noch so winzige härchen aufgerichtet und nach deiner nähe gesucht. also hast du deinen kopf langsam geneigt, während du mein gesicht immernoch festhieltst und mir es so vorkam, als wär ich am sichersten ort des universums, solang du mir nur hältst. solang ich einfach weiß, dass ich dir wortwörtlich blind vertrauen kann, wenn ich auch die augen schließe. und nur wenn ich sie schließe, kann ich sogar spüren, wie schön du bist.

aber nicht alle küsse sind gleich. nicht jeder kuss geschieht in einem dieses dahinschmelz-momente. erst ist der moment da und dann kommt der kuss dazu, der diesen moment unbeschreiblich schön macht.

09/2012

Ich schau dir in die Augen, in diese Augen, die mir schon längst bekannt sind. Sie sehen so komplex aus, keine Farbe ist wirklich definierbar. Komplex, aber nichts an dir ist wirklich außergewöhnlich, und sonderlich schön erst recht nicht. Auch der ganze Rest an dir ist nicht gerade besonders, aber irgendwie passt das alles in gewisser Weise doch zusammen. “Warum bist du so kompliziert?” frag ich dich. “Kannst du nicht ein einziges Mal so tun, als wärst du das, was ich gebrauchen kann?”

Scheu seh ich wieder von dir ab und tu’, als hätte ich das alles gar nicht gesagt und hoffe, dass sich das in deine Gedanken niemals reinfressen wird, dass du einfach so lebst, wie du geschaffen bist. Es tut mir leid, dass ich dich nicht so akzeptiere, wie du nunmal bist.

Wieder muss ich dich anschauen, muss nachsehen, ob du jetzt vielleicht ein wenig anders aussieht. Doch du schaust genauso unverfänglich aus, doch nun trägst du diesen schüchternen Blick. “Warum, verdammt,” frag ich dich wieder ”Warum bist du so kompliziert?”.
Keine Antwort. Immer wieder das gleiche Spiel. Ständige Fragen, doch keine einzige Antwort. Manchmal scheint es, als wäre Stille das lauteste, das einem je auf die Ohren geschlagen hat.

Ratlos hänge ich den Spiegel wieder zu und vergrabe mich zurück ins Bett. Vielleicht sieht die Welt morgen ja ganz anders aus.

Vielleicht bin ich nicht clever genug für dich,
vielleicht ist dir das egal.
Vielleicht bist du zu vorsichtig für mich,
vielleicht ist mir das egal.
Vielleicht bin ich zu temperamentvoll für dich,
vielleicht haucht dir das mehr Energie ein.
Vielleicht bist du nicht unternehmungslustig genug für mich,
vielleicht hat mich das aber vor so vielem bewahrt.
Vielleicht gibt’s vielleicht nicht,
vielleicht macht alles viel leichter
aber alles hat was Gutes an sich.
Alles an uns hat was Gutes an sich.
Das hör, spür, schmeck, riech, seh, denk ich.
Liebe braucht keine Analyse, kein wieso und wozu.

Damit ist dein Job nicht getan. Du hast nicht das Recht, mir alles zu sagen, was du von mir hältst. Du darfst mich nicht nur kritisieren und gleich so persönlich werden. Du darfst nicht immer nur anderen die Schuld geben. Du verlierst mich dabei.

Wie du mit mir umgegangen bist vergesse ich nicht.

Du bist so einfältig und blöd geworden.

Ich lass mir von keinem das Gefühl geben, dass ich was anderes tun soll. Ich bin glücklich und warum sollte es mich dann interessieren, wer letzte Nacht besoffen war und sich noch mehr Liebeskummer angeschafft hat? Ich hab was, wofür es sich zu sterben lohnt, dass lass ich mir nicht nehmen. Ich brauch keine guten Stories, die sich gut anhören, sich aber währenddessen unglücklich angefühlt haben.

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